Wie viel Geld braucht man, um Bitcoin zu kaufen?
Weniger, als viele erwarten. Bei eToro kaufen Sie Bruchteile ab 10 USD, der Preis eines ganzen Coins ist also keine Hürde. Bitcoin ist ohnehin in 100 Millionen Einheiten teilbar, die kleinste heißt Satoshi. Ein kleineres Budget kauft schlicht einen kleineren Anteil, der sich prozentual genauso bewegt wie ein ganzer Coin.
Den Live-Kurs, den Chart und den Kaufen-Button finden Sie auf der Marktseite des Brokers:

Gehandelt wird rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Anders als bei Aktien gibt es keine Börsenöffnung, auf die Sie warten müssen, und keine Pause am Wochenende. Das bedeutet allerdings auch, dass sich der Kurs bewegt, während Ihr Aktiendepot schläft.
Was kostet es, Bitcoin zu kaufen?
Vier Kostenpunkte fallen bei eToro an, und alle sind vor der Bestätigung einer Order sichtbar:
- Krypto-Gebühr: rund 1 % pro Richtung, beim Kauf und noch einmal beim Verkauf. Sie steckt im Ausführungskurs und ersetzt die Ordergebühr, die bei echten Aktien 1 USD pro Richtung beträgt. Für Kaufen und Halten ist das verschmerzbar, häufiges Hin und Her summiert sich dagegen schnell.
- Spread: die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs im jeweiligen Moment.
- Währungsumrechnung: das eToro-Konto wird in US-Dollar geführt, Ihre Euro werden deshalb bei der Einzahlung zum eToro-Kurs getauscht. Wer bereits Dollar besitzt, kann sie direkt einzahlen und spart sich diesen Schritt.
- Auszahlungsgebühr: pauschal 5 USD pro Auszahlung. Bei kleinen Beträgen ist das anteilig der größte Posten, seltener und dafür größer auszuzahlen ist deshalb günstiger.
Was besitzen Sie nach dem Kauf wirklich?
Bei einer Order mit Hebel X1 kaufen Sie echten Bitcoin, keinen Papieranspruch auf den Kurs. eToro verwahrt die Coins für Sie und bietet Krypto im Rahmen von MiCA an, dem EU-Regelwerk für Kryptowerte. Wer die Verwahrung selbst übernehmen will, kann die Coins über die eToro-Money-App auf eine eigene Wallet übertragen, also in eine digitale Geldbörse, deren Schlüssel Sie selbst kontrollieren.
Eine Dividende gibt es nicht. Bitcoin hat weder Quartalszahlen noch Ausschüttungen, der gesamte Ertrag oder Verlust entsteht über die Kursbewegung. Das unterscheidet die Position grundlegend von Aktien und ETFs im selben Depot. Der Ablauf beim Kauf von Ethereum, der zweitgrößten Kryptowährung, ist übrigens praktisch identisch.
Krypto-Börse oder Broker: Wo kaufen Sie Bitcoin?
Eine Krypto-Börse wie Kraken oder Coinbase gibt Ihnen die volle Souveränität. Sie können die Coins jederzeit abheben und die Schlüssel selbst verwahren. Der Preis dafür ist Komplexität, denn Netzwerkadressen, Auszahlungsgebühren und die Verantwortung für die eigene Seed-Phrase liegen bei Ihnen. Die Seed-Phrase ist die Wortliste, mit der sich eine Wallet wiederherstellen lässt. Wer sie verliert, verliert die Coins endgültig.
Ein regulierter Broker dreht das Verhältnis um. Sie geben die Verwahrung ab und bekommen dafür Einfachheit, ein einziges Konto und eine Oberfläche, auf der Bitcoin neben Aktien und ETFs liegt, etwa einem S&P-500-ETF. Eine Einbahnstraße ist das nicht, denn der Weg auf die eigene Wallet steht über die eToro-Money-App weiterhin offen. Für den Einstieg ist der Broker-Weg der einfachere, für die volle Selbstverwahrung führt an einer eigenen Wallet später kein Weg vorbei.
Welche Steuern zahlt man in Deutschland auf Bitcoin?
Für deutsche Anlegerinnen und Anleger gilt ein Sonderfall, denn Krypto läuft steuerlich nicht über die Abgeltungsteuer wie Aktien, sondern als privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG:
- Mehr als 1 Jahr gehalten → der Gewinn ist komplett steuerfrei. Ohne Obergrenze. Diese Regel gilt auch 2026 unverändert (eine Reformdebatte existiert, beschlossen ist nichts).
- Innerhalb eines Jahres verkauft → persönlicher Einkommensteuersatz, bis 45 % plus Soli, je nach Einkommen also deutlich mehr als bei Aktien. Es gilt eine Freigrenze von 1.000 EUR pro Jahr. Bleiben Ihre gesamten privaten Veräußerungsgewinne darunter, sind sie steuerfrei. Wird die Grenze erreicht, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, eine Gleitzone gibt es nicht.
- Krypto-zu-Krypto zählt als Verkauf. Wer BTC in ETH tauscht oder mit Bitcoin bezahlt, realisiert steuerlich einen Gewinn oder Verlust, und die Ein-Jahres-Frist beginnt für den neuen Coin von vorn. Das übersehen viele.
- Erträge aus Staking und Lending, also aus dem Hinterlegen oder Verleihen von Coins gegen Vergütung, sind sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG), steuerpflichtig beim Zufluss, mit eigener Freigrenze von 256 EUR pro Jahr. Passives Staking verlängert die Ein-Jahres-Frist laut BMF-Schreiben vom März 2025 nicht.
- Erklären müssen Sie selbst. Gewinne innerhalb der Jahresfrist gehören in die Anlage SO der Steuererklärung. Seit dem 1. Januar 2026 erfassen Krypto-Dienstleister Transaktionsdaten unter DAC8, einem EU-Meldestandard, und melden sie ab 2027 automatisch an die Finanzbehörden. Nicht deklarierte Gewinne bleiben damit nicht mehr unsichtbar.
Das ist eine Zusammenfassung, keine Steuerberatung. Ihren konkreten Fall klären Sie bitte mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater.
Was Sie vor dem Kauf bedenken sollten
Drei Punkte, die in jede Entscheidung über Bitcoin gehören, egal wann Sie diesen Text lesen:
- Der Kurs ist der ganze Ertrag. Bitcoin zahlt keine Dividende und erwirtschaftet keine Gewinne, aus denen sich ein fairer Wert ableiten ließe. Wer kauft, setzt allein darauf, dass andere später mehr dafür zahlen.
- Die Schwankungen sind größer als bei Aktien. Tiefe und lange Rücksetzer gehören historisch zum Bild. Investieren Sie deshalb nur Geld, dessen zeitweisen Verlust Sie aushalten würden, und beurteilen Sie den Kurs auf einem Mehrjahres-Chart statt auf den letzten Monaten.
- Der Hebelregler entscheidet über das Produkt. Nur X1 bedeutet echten Bitcoin. Jede höhere Stufe macht aus der Order einen CFD mit Übernachtgebühren, der für langfristiges Halten ungeeignet ist. Prüfen Sie den Regler bei jeder Order.
eToro schreibt Neukundinnen und Neukunden nach der ersten Einzahlung außerdem ein selbst gewähltes echtes Asset als Anmeldeprämie gut. Die Bedingungen haben wir im Artikel zur eToro-Neukundenaktion aufgeschlüsselt. Auf den Kaufweg oben hat die Aktion keinen Einfluss.
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